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	<title>Schädlingsbekämpfung Scherber &amp; Korn | Pirna, Dresden, Sächsische Schweiz</title>
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	<description>Ihr zuverlässiger Partner bei Schädlingsbekämpfung und - prävention.</description>
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		<title>Klar zum Gefecht</title>
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		<pubDate>Mon, 07 May 2018 14:07:27 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Klar zum Gefecht Wanzen, Schaben, Ratten – auch in der kalten Jahreszeit gibt es viel zu tun für den Pirnaer Kammerjäger Silvio Korn. Sächsische Schweiz. Sie kommen als blinde Passagiere in der Reisetasche oder durch dunkle Kanäle, Rohrdurchlässe, Kabelschächte, Abluftröhren. Sie warten hinter Sockelleisten, losen Tapeten und unter der Küchenspüle. Wenn es Nacht wird, gehen  [...]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling" style="--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-padding-top:50px;--awb-flex-wrap:wrap;" ><div class="fusion-builder-row fusion-row"><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-one-full fusion-column-first fusion-column-last" style="--awb-bg-size:cover;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy"><div class="fusion-text fusion-text-1"><h1>Klar zum Gefecht</h1>
</div><div class="fusion-text fusion-text-2"><h2>Wanzen, Schaben, Ratten – auch in der kalten Jahreszeit gibt es viel zu tun für den Pirnaer Kammerjäger Silvio Korn.</h2>
</div><div class="fusion-text fusion-text-3"><p>Sächsische Schweiz. Sie kommen als blinde Passagiere in der Reisetasche oder durch dunkle Kanäle, Rohrdurchlässe, Kabelschächte, Abluftröhren. Sie warten hinter Sockelleisten, losen Tapeten und unter der Küchenspüle. Wenn es Nacht wird, gehen sie auf Beutezug. Sie bleiben unsichtbar und vermehren sich. Doch irgendwann knipst ein schlafloser Bewohner die Lampe an und sieht seine ungebetenen Gäste, wie sie eilends in die Verstecke krauchen: Schaben!</p>
</div><div class="fusion-text fusion-text-4"><p>Der Pirnaer Silvio Korn kennt das Problem zur Genüge, denn er wird gerufen, es zu lösen. Der stabil gebaute Bursche ist kammergeprüfter Schädlingsbekämpfer. Fünf bis zehn Prozent der Einsätze entfallen auf die Kakerlaken. Befall gibt es ganzjährig, nicht nur in liederlichen Behausungen. Auch klinisch saubere Wohnungen sind betroffen. Soeben bahnt sich ein neuer Fall an, diesmal in Striesen, Dresdens Goldstaubviertel. Auf Korns Bürotisch liegt die probeweise ausgelegte Falle. Auf dem Pappstreifen kleben Schaben jeder Größe. Sogar ein Paket mit Eiern ist dabei. In wenigen Tagen wären mehr als dreißig neue Schaben daraus hervorgekrabbelt.</p>
<p>Landläufig besehen sind Kammerjäger noch immer die Männer mit der chemischen Keule. Doch das Klischee führt in die Irre. „Einfach mal die Bude ausgasen – das gibt’s nicht mehr“, sagt Silvio Korn. Der Job, seit 2004 ein regulärer Ausbildungsberuf, ist hoch spezialisiert, vereint Fachwissen in Chemie, Biologie, Zoologie und Toxikologie. Gifte werden wohldosiert und abgestimmt auf den Schädling eingesetzt. Die Striesener Schaben zum Beispiel kriegen entlang ihrer Laufwege Insektizid in Gel-Form vorgesetzt, die Portion nicht größer als ein Stecknadelkopf. Die toten Kakerlaken werden von den lebenden verspeist. So verenden auch diese. Wenn es gut läuft, ist der Spuk in vier Wochen vorbei.</p>
<p>Heute aber geht es nicht um Schaben, es geht um Ratten. Die Sippe lebt neben den Müllcontainern in einer Dresdner Plattenbausiedlung. Giftköder sind schon ausgelegt. Jetzt will Silvio Korn wissen, wie die Sache steht. Rattenabwehr ist ein Kampf gegen Windmühlenflügel, sagt er. „Wir können sie nicht besiegen.“ Auch weil sie von uns gefüttert werden, etwa mit Sonnenblumenkernen am Vogelhäuschen oder mit Essensresten im Lokus. Die Horrorgeschichte von der Ratte aus dem Klo hat Herr Korn wirklich erlebt, eben weil es dort Fressbares gab. „Aus Spaß klettert so ein Tier nicht in den dritten Stock.“</p>
<p>Raus aus dem Kontor, die Treppe runter, in den Hof, wo der Wagen wartet. Als Schädlingsbekämpfer kann man viel Zeit am Schreibtisch verbringen, sagt Silvio Korn. Die Vorschriften und Maßnahmekataloge sind uferlos. Doch er muss raus, muss an die Front, wie er sagt. Er liebt die Abwechslung, liebt es, neue Leute und neue Orte kennenzulernen. Jeder Kunde ist anders, jede Wohnung ist anders, und auch die Tiere, mit denen er es zu tun hat, bereiten ihm manche Überraschung. „Für Ratten gibt es keine Norm.“</p>
<p>Im Vorbeigehen krault der Kammerjäger seinen ausgestopften Marder. Auch so ein Dauerkunde. Ein kleines Loch, vier, fünf Quadratzentimeter, reicht ihm, um einen Dachboden zu entern. Dort demoliert er die Isolation und verbreitet beißenden Gestank durch Kot und Urin. Dazu kommen die Reste seiner Mahlzeiten. „Wir haben da schon tote Tauben noch und nöcher rausgeholt“, erzählt Silvio Korn. Schnell ist der Schaden fünfstellig, wird der Räuber nicht vergrault. Das machen die Schädlingsbekämpfer mit speziellen Geruchsstoffen. Sie nennen es „Sauna-Aufguss“. Ist der Marder weg, wird sein Schlupfloch abgedichtet, aber ordentlich. Marder sind kräftige Beißer. Dünne Baumarktbrettchen sind für sie kein Hindernis.</p>
<p>Der sandfarbene Mercedes sieht aus wie jeder andere. Keine Plaste-Kakerlake auf dem Dach wie in Amerika. Hierzulande agiert die Branche möglichst unauffällig. „Wir sind ein diskretes Gewerbe“, sagt Korn. Wenn er Gasthäuser nach Ungeziefer durchforscht oder in Hotels Bettwanzen jagt, versucht er, wie ein normaler Handwerker auszusehen, nutzt blickdichte Verpackungen für die Ausrüstung. Freilich, seine Dienste sind geschätzt. Doch wiedersehen möchte ihn nach Möglichkeit niemand. Das stört ihn aber nicht. „Ich bin und bleibe Kammerjäger“, sagt Herr Korn. „Ich kann mir nichts Besseres vorstellen.“</p>
<p>Im Heck das Material. Nicht aufregender als bei der Putzkolonne: Eimer, Kisten, Flaschen, Sprühdosen. Wozu der Seilzug? Gestern haben sie damit einen zugemüllten Balkon geräumt, auf dem Tauben hausten. Das Ablassen des Drecks über die Brüstung war leichter als ihn in Säcken durchs Treppenhaus zu tragen. Wohnungen von Unratsammlern, den sogenannten Messies, sind immer wieder Einsatzort von Silvio Korn und seinen Leuten. Manchmal stehen sie hüfthoch im Unrat. Und mittendrin tummeln sich die Schädlinge, die Speckkäfer und die Maden. „Das ist kein Spaß“, sagt Korn. „Aber einer muss es ja machen.“</p>
<p>Über die Autobahn geht es auf Dresden zu. Silvio Korn arbeitet oft in der Landeshauptstadt, aber auch in Freital, Dipps, Altenberg und im Müglitztal. Als er 2005 ausgelernt hatte, musste er noch viel mehr Autobahn fahren. Er hatte bei einem Großunternehmen angeheuert, das europaweit Schädlinge ausmerzte. Die Großen sind bei den Kleinen nicht gut gelitten, werden als „Dosenöffner“ gehänselt, die nur schnell die Präparate ausbringen und wieder verschwinden. Herr Korn freut sich, dass er jetzt zurück ist in Pirna und sein eigener Chef. Er geht auf seine Kundschaft ein. Oft muss er auch ein bisschen Psychologe sein. Mancher Schädling existiert nur in der Fantasie. Vielleicht ein Zeichen für den Zustand der Gesellschaft. Wer viel allein ist, der hat viel Zeit, sich Dinge einzubilden.</p>
<p>Ankunft am Fuße eines Sechsgeschossers. Einbildung ist die Rattenplage hier keineswegs. Die Rabatte neben den Müllbunkern ist durchlöchert wie ein Schweizer Käse. Ein Dutzend Ratten lebt hier, oder mehr. Die Tiere kriechen unter den Stahltüren der Containerboxen hindurch und bedienen sich. Doch die Gegenwehr zeigt Wirkung. Ein Nager liegt tot unterm Busch – innerlich verblutet. Silvio Korn knüpft frische Giftpäckchen an Drähte, schiebt sie in die Erdhöhlen. Mitleid? Hat er keins. Selbst wenn er diese Rattenfamilie auslöscht: Womöglich rückt unten, in der Kanalisation, schon die nächste an. „Die werden uns alle überleben.“</p>
</div><div class="fusion-text fusion-text-5"><p style="text-align: right;"><em>Quelle: http://www.sz-online.de/sachsen/klar-zum-gefecht-3900055.html</em></p>
</div><div class="fusion-clearfix"></div></div></div></div></div>
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		<title>Das große Stechen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Webmaster]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Feb 2018 10:00:07 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Das große Stechen   Wespen werden dieses Jahr vielerorts zur Plage. Schädlingsbekämpfer und Sanitäter sind auch im Osterzgebirge und in der Sächsischen Schweiz im Dauereinsatz.Summend fliegen die Wespen über dem Kopf von Silvio Korn raus und rein. Am Giebel eines Bungalows, hinter den Brettern, haben sich die Brummer ihr Nest gebaut. Noch ahnen sie  [...]</p>
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</div><div class="fusion-clearfix"></div></div></div><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-2 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-one-full fusion-column-first fusion-column-last" style="--awb-bg-size:cover;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy"><div class="fusion-image-element fusion-image-align-center in-legacy-container" style="text-align:center;--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);"><div class="imageframe-align-center"><span class=" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-1 hover-type-none fusion-animated" data-animationType="fadeInLeft" data-animationDuration="0.3" data-animationOffset="top-into-view"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="600" height="400" alt="Wespe Wespenabwehr" title="Wespe Wespenabwehr" src="https://www.schaedling-sos.de/wp-content/uploads/2018/02/wespe-wespenabwehr-600x400.jpg" class="img-responsive wp-image-1895" srcset="https://www.schaedling-sos.de/wp-content/uploads/2018/02/wespe-wespenabwehr-200x133.jpg 200w, https://www.schaedling-sos.de/wp-content/uploads/2018/02/wespe-wespenabwehr-400x267.jpg 400w, https://www.schaedling-sos.de/wp-content/uploads/2018/02/wespe-wespenabwehr-600x400.jpg 600w, https://www.schaedling-sos.de/wp-content/uploads/2018/02/wespe-wespenabwehr-800x534.jpg 800w, https://www.schaedling-sos.de/wp-content/uploads/2018/02/wespe-wespenabwehr-1200x801.jpg 1200w, https://www.schaedling-sos.de/wp-content/uploads/2018/02/wespe-wespenabwehr.jpg 1280w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 1200px" /></span></div></div><div class="fusion-sep-clear"></div><div class="fusion-separator fusion-full-width-sep" style="margin-left: auto;margin-right: auto;margin-top:15px;margin-bottom:15px;width:100%;"></div><div class="fusion-sep-clear"></div><div class="fusion-text fusion-text-7"><header class="szoArticleHeader">
<h2>Wespen werden dieses Jahr vielerorts zur Plage. Schädlingsbekämpfer und Sanitäter sind auch im Osterzgebirge und in der Sächsischen Schweiz im Dauereinsatz.</h2>
</header>
<p>Summend fliegen die Wespen über dem Kopf von Silvio Korn raus und rein. Am Giebel eines Bungalows, hinter den Brettern, haben sich die Brummer ihr Nest gebaut. Noch ahnen sie nicht, dass ihnen der Schädlingsbekämpfer aus Pirna gleich zu Leibe rücken will. Die Besitzer der Laube in einer Gartenanlage in Bielatal haben Korn gerufen. Zu gefährlich ist es ihnen, im Gartenalltag mit den Stechinsekten zu leben.</p>
<p>Silvio Korn ist gut ausgerüstet für seinen Job. Trotz Hitze sind dicke Handschuhe und eine Imkermontur Pflicht – genau wie ein Mundschutz. „Wenn ich oben auf der Leiter stehe, darf nix passieren. Eigenschutz ist das A und O, vor allem an den Händen und am Kopf“, sagt der 32-Jährige und steigt die Sprossen in Richtung Einflugloch empor. In der Hand hat er eine Spraydose mit Strohhalm. So kann er das Insektengift, tief ins Innere des Nestes zerstäuben. Ziel ist es, die Königin zu erwischen. Wenn die nicht mehr existiert, geht der ganze Staat kaputt. In den allermeisten Fällen ist die Methode effektiv. Ein zweites Mal muss Korn selten ran. Das Aerosol verfliegt und ist für den Menschen nicht mehr gefährlich. „Dennoch gibt es das Spray nur für den Profigebrauch für ausgebildete Fachleute“, sagt Korn.</p>
<p>Für den Pirnaer sind solche Einsätze derzeit Alltag. Der Terminkalender ist rappelvoll. „Das Tagesprogramm wird derzeit zu 90 Prozent von den Wespen bestimmt“, sagt Korn. Um die 20 Nester hat er am Tag als Auftrag. Mehr als 300 waren es schon diese Saison. Meist liegen sie versteckt und in der Höhe, auf Dachböden, hinter Verkleidungen. „Manchmal sind die Nester ziemlich weit hinter dem Einflugloch. Dann wird’s kompliziert, ranzukommen“, sagt Korn. Unterwegs ist er im ganzen Landkreis, zwischen Altenberg und Schandau, zwischen Wilsdruff und Neustadt. Korn ist einer der wenigen, der sich auf die Wespen spezialisiert hat – und entsprechend gefragt ist. Etwa 70 Euro kostet sein Einsatz in Pirna und Umgebung, bei weiterer Anfahrt mehr. Die Kunden müssen mit bis zu drei Tagen Wartezeit rechnen – manchmal klappt es aber auch sofort.</p>
<h2>Keine Vegetarier</h2>
<p>Dass 2015 ein ausgesprochenes Wespenjahr ist, daran gibt es keine Zweifel. Während sonst nur die am besten versteckten und geschützten Königinnen überleben, haben der milde Winter und das moderate Frühjahr viele Wespen verschont. Existieren viele Arten eher unbemerkt, waren es vor allem die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe, die große Staaten mit bis zu mehreren Tausend Arbeiterinnen aufbauen konnten. Anders als Bienen sind sie keine Vegetarier. Und sie bauen vor allem dort in der Nähe, wo sich Menschen aufhalten und sie leicht Nahrung für sich und den Nachwuchs finden. Entsprechend zeigen besonders diese beiden Arten ihre – oft als aggressiv und lästig empfundene – Präsenz und sorgen für den schlechten Ruf der Wespen allgemein.</p>
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<h2>„Die gehen selbst auf Schweiß“</h2>
<p>In der Form war das sicher ein tragischer Einzelfall. Gestochen wird von den Wespen aber derzeit, was das Zeug hält. Bei der Panoramatour in Hinterhermsdorf zum Beispiel bekam eine Helferin 14 Stiche ab und musste ins Krankenhaus. Im Heidenauer Freibad behandelt man täglich bis zu fünf Wespenstiche, heißt es. Auch Ärzte und Kliniken haben gut zu tun. „In Pirna sind es in der Notaufnahme durchschnittlich vier, in Freital und Dipps sieben Patienten pro Tag, am Wochenende sogar bis zu zehn“, sagt die Sprecherin der beiden Helios-Kliniken, Heike Klameth. Dabei stürzen sich die Wespen nicht nur auf Kinder – auch Erwachsene sind gleichermaßen betroffen. „Stiche befinden sich am häufigsten in den Extremitäten, oft auch hinterm Ohr“, weiß Heike Klameth.</p>
<p>Auch für Mitarbeiter des Forstbezirks Neustadt sind die Wespen eine Plage. „Es sind viel mehr als üblich. Unsere Mitarbeiter im Wald haben fast täglich damit zu tun“, sagt Sprecherin Anke Findeisen. Wo etwas Feuchtigkeit zu finden ist, seien auch viele Wespen anzutreffen. Dazu zählen auch schwitzende Waldarbeiter. „Sogar an frischen Harzstellen hängen jetzt Wespen in Trauben“, sagt Findeisen. Ursache ist offenbar die lange Trockenheit.</p>
<p>Selbst die Imker haben mit den Wespen Probleme, weil die Völker angegriffen werden, um ans Futter zu kommen. Gute Bienenvölker verteidigen sich erfolgreich, sagt Karl-Heinz Berthold, Imker aus Freital-Weißig. Nur wenn sie von Krankheiten geschwächt sind, werde es problematisch. Er selbst habe zum Glück stabile Völker.</p>
<p>Die Feuerwehren beschäftigt das Thema Wespen ebenfalls. In Freital rückten die Kameraden schon aus, um Nester zu beseitigen. Auch in Pirna gab es Anfragen, die an Fachfirmen weitervermittelt wurden, so die Stadtverwaltung. An einigen Kitas im Landkreis mussten aus Sicherheitsgründen ebenso Wespennester von Gebäuden oder dem Gelände beseitigt werden. „Bei den meisten sind es vorsorgliche Maßnahmen oder einfach nur, weil es lästig ist“, erklärt Schädlingsbekämpfer Silvio Korn. Dass die Wespen Schaden am Gebäude anrichten, komme allenfalls bei der Dämmung vor, ansonsten kaum. Bei ihm hat das Wespenjahr inzwischen auch Spuren hinterlassen. „Seit zehn Jahren bin ich nicht gestochen worden. Dieses Jahr dann gleich dreimal“, sagt Korn, der seit 1999 im Geschäft ist.</p>
<p>Bei aller Wahrnehmung von Wespen als Störenfriede sind sie aber eigentlich nützlich: Sie bekämpfen auf natürliche Weise unliebsame Schädlinge und bestäuben sogar einige Blütenpflanzen. „Für die Bäume ist das natürlich ein Vorteil. Es war ja schon zur Blütezeit so“, sagt Anke Proft vom Wildobstprojekt der Grünen Liga in Dippoldiswalde. (mit SZ/gk/sab/win/fh)</p>
</div><div class="fusion-text fusion-text-8"><p style="text-align: right;"><em>Von Matthias Weigel (SZ Online http://www.sz-online.de/nachrichten/das-grosse-stechen-3175195.html)</em></p>
</div><div class="fusion-clearfix"></div></div></div></div></div>
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